Die Heidelbeere

Im Wort Heidelbeere steckt der Bergriff Heide. Danach ist sie wortgeschichtlich als eine auf der Heide wachsende Pflanze zu sehen. Für Heidelbeere wird im süddeutschen Raum der Bergiff Heidel verwendet. Heidel - Heidelberg? Hat der Name dieser schönen Stadt etwas damit zu tun? Das Wörterbuch beantwortet diese Frage mit ja. So kann man die beiden Begriffe in ganz neuem Licht betrachten.

Alt dagegen ist die Anwendung der Heidelbeere, ihre Beeren und Blätter sind der Heilkunde keineswegs neu. Leider ist sie etwas aus der Mode gekommen, am bekanntesten ist noch die Tatsache geblieben, das die Beeren bei Durchfall helfen. Wirksam sind der hohe Anteil an Gerbstoffen und der charakteristische blaue Farbstoff. Am einfachsten bereitet man sie als Tee, der möglichst ohne Zucker getrunken werden sollte. Auch kann man die Beeren in getrockneter Form kauen. Doch Vorsicht bei einem empflindlichen Darm - die Kerne der Beeren können Reizungen hervorrufen. Beliebt ist die Zubereitung als Heidelbeerwein, dieser sollte möglichst ungezuckert sein. Frische Heidelbeeren haben eine ganze andere Wirkung, in größeren Mengen genossen wirken sie durch die hohe Konzentration an Fruchtsäuren abführend.