Hollunder – das schwarze und weiße Gold der Natur

Wenn wir in der Apotheke Fliedertee kaufen,so erhalten wir die kleinen getrockneten Blüten des Hollunders. Mit dem wohlriechenden Zierflieder in unseren Gärten hat der Tee aber nichts zu tun.

Hollunder.jpg

Früher trug der Hollunder den Namen Flieder, wie es auch heute noch in vielen Gegenden des bayerischen Waldes Brauch ist. Der Hollunder wächst als Busch oder Strauch, wir begegnen ihm an Mauern, Zäunen, an Waldrändern und auch alleinstehend in allen Gegenden Deutschlands. Das Brauchtum unserer Gesellschaft hat der Hollunder wie kaum eine andere Pflanze bis in die Gegenwart beeinflusst.
Seinen Namen hat man deshalb auch von der Märchengestalt „Frau Holle“ aus unserer Kindheit ableiten wollen. Er soll danach der Baum der Holla sein. Wahrscheinlicher ist aber eine Herkunft vom Wort „hohl“.
Der Hollunder bringt sich im Frühjahr mit seinen tellerförmigen, süßlich duftenden Blütenständen wieder in Erinnerung, nachdem wir im Herbst die schwarzvioletten Beeren geerntet haben. Neben den Blüten und Früchten, finden auch die Blätter, die Rinde und das Holz vielseitige Verwendung. Ihre Bedeutung als Arzneimittel wird treffend bezeichnet als: „die lebendige Hausapotheke des deutschen Einödbauern“. Sie findet unter anderem dort Verwendung wo eine starke Anregung der Schweißsekretion gewünscht wird.

Lassen Sie sich bei einem Spatziergang durch den bayerischen Wald von dieser magischen Pflanze verzaubern und (wieder-) entdecken Sie die wunderbaren Eigenschaften die in ihr stecken. Mehr Informationen erhalten Sie bei unserem Wildkräuterspatziergang.