Nikolausfeier im Wellnesshotel Reibener-Hof
Am Mittwoch, den 02. Dezember 2009 fand die alljährliche vorweihnachtliche Feier
des Teams vom Reibener-Hof statt. Die ca. 25 Personen genossen zuerst das gute Essen
(Rinderlende, Schweinefilet, Hähnchenbrustfilet mit Gemüsen, verschiedenen Beilagen
und Salat vom Buffet) mit einem Gläschen Wein, danach kam zur Überraschung aller der
Hl. Nikolaus auf einen Besuch vorbei, um die Mitarbeiter und auch die Chefs mit seinen
Ausführungen zu erheitern. Nach der Geschenkeverteilung klang die Feier beim gemütlichen
Zusammensein mit selbstgebackenen Plätzchen aus.
Text vom Heiligen Nikolaus bei der Adventfeier:
Liabe Leid eitz merkts amoi af, wos i eich zum sagn hob.
Ja mid wem fang ma denn do o? Ja genau, schau ma amoi in de Küch´ vo dem Reibener Hof.
De Küchenmannschaft is heid do, des gfreid mi oba. I hob´s scho gsehng, bei eich geht’s ja oft
ganz sche hoaß zu. Und fettig, kimmd ganz draf o, wos es awei so zammkochts. Aba meistens
geht des alles scho ganz guat. Vom Salatschneidn übers Puddingmocha bis hi zum Fleischklopfa
und Knedleidrahn – ihr seits da wirklich ganz sche fleißig dabei. Und des Saubamacha is natürlich
a ganz wichtig, a saubers Gschirr und a blitzeblanke Küch. Da miaßts a manchmal no zamhelfa, dass
dann beizeiten fertig werds. A so mag i des, wenn oana an andern hilft.
Also i bin scho recht zfriedn mit euch, manchmal kannt sich der oane oder andere no a wengl mehr
ostrenga, aber i glaub gwiß, dass des no werdn wird; es is no nirgends a Meister vom Himmel gfoin.
So dann schau ma weida, wen seg i denn do noch? De Mädels vom Service san ja a zahlreich vertretn.
Was hob i denn bei euch alles gseng? Ja ihr habt´s es a oft ganz sche eilig, mit lautan Eindecka und
wieda obramma, Dringa hidrong und leere Glasl wieda einsammeln, Kassiern und so weida. Ihr habts
scho ganz sche vui Aufgabn zum Erledign an ganzn Dog. Aba wos i gseng hab, macht´s ihr des ganz
guad. Und des gfoid mir, wenn´s ihr so schick daherkemmts, mid an schen Oberteil, natürlich frisch
gebügelt, und ana sauban Schürzn. Vielleicht no a bißl a Make-up und d´Haar schee gricht, wia sagt
ma da wieda auf da Erdn herunt dazu, ah ja aufgstylt hoaßt´s – des is a wahre Freid für de Gäste.
Und a liabs Lächeln, des is des allerwichtigste, des mog i fei immer bei euch seng.
Insgesamt bin i a zfriedn mit euch, a bißl ordntlicher kannt´s vielleicht manchmal no sei. Und gegen
de Vergeßlichkeit bei manche Sachn bring i euch nächsts Jahr a paar Tropfan mid; de hoaßn dann
„Tee in der Sauna abräumen“ oder „Kaffeemaschineeinschalten“ oder „Türen zusperren“-Tropfen.
Weida geht’s, wer is denn no alla do? Aha, de Damen vo da Etage oder besser gsagt Zimmerdienst-
Mädels. Des sand ja wirkli de guadn Geister des Hauses. De wusln nur so umananda, oamoi oben in
de Zimma, dann wieder unt im Wäscheraum. Grad putzn und werkln dans, das´s a wahre Freid is.
Es kinnt´s des fei scho wirkli guad, des muaß i euch lassn. Tuats ma weiterhin alles recht sauber
macha, koa Eckal vogessn und a koa Hundshaar vom vorherigen Gast; weil sonst san de Leid
unzfriedn, und des wollen mia ja ned. Manchmal is hoid a a wenig stressig, wenn a so a Sonntag
is, wo so vui Gäste abreisnd und a wieda sovui neu kemmand. Da müßt´s dann einfach Gas gebn,
zammhelfa und trotzdem alles pickobello sauba macha.
Und wenn dann jemand in da Früh in Waschraum obi kimmt und es is alls überschwemmt, weil
jemand vergessn hat, s`Wasser abzumdrahn, dann sog i bloß: d´Wäsch wasch ma in da
Waschmaschin drin und ned herausn aufm Bodn.
So, weida geht’s, mia kimmd nämlich heid koana aus. Ah ja, de stechand ja wirkli aussa, de
feschen Damen vo da Beauty-Abteilung. Ihr müaßt´s natürlich selba a immer ebs gleichschaun,
weil sonst glauben ja de Gäste ned, das des bei eah ebs hilft, wenn sie sich vo euch a Behandlung
macha lassn. I hob´s scho gseng, bei euch oben geht´s a immer recht zua. Des is sche, wenn
ma sovui Arbeit hod, oda? War ja schlimm, wenn´s ned so waar. Bsonders an de Samstage,
da kannt´s euch ja hoiwad darenna. Vom Pickel ausdrucka im Gsicht, Zehanägl abfräsen bis
zum Schaum ausdrucka für´s Hamam und d´Leid massiern, bis´s so richtig entspannt sand,
des kinnt´s ihr alles perfekt. Des gfreid mi wirkli, das de Gäste immer so zfriedn san mit euch,
des muaß i scho sagn. Und wenn a scho amol oane a unmoralisches Angebot von an Gast
kriagt hat, von wegen „Tantrische Massagen“ oder so; gei sowas machst ihr fei ned, es
seids ja in an anständigen Haus.
Da seg i ja a no de Familien Schollerer, Schegerer vom Streitberg und Vogl aus Konzell.
Schee, dass ihr heid a wieda da seid´s. Da Sigi und d´Susanne san ja scho von
Anfang an mid dabei gwen und hamm immer vui ghoifa; da Sigi kennt si ja aus mit de Computern.
Mach nur weiter so, oba a bißl öfters derfads wieda auf d´Reibn kemma zum Arbeitn. De brauchadn
di manchmal ganz sche dringend – sonst muaß i amoi an Grampus schicka, dass er dir a weng
nachhilft.
Da Gerhart, des is a Keriger; der hilft mit dem Internet und der Hotelseitn, wo er grad kann.
Weiter so, dann derfst a weiterhin umasonst ins Hallenbad geh, a wenn da manchmal s´Wasser
a bißl z´kalt is. Nach ana halbertn Stund gscheid schwimma wird da dann scho warm.
Und de Familie Vogl, de is oft scho boid mehr auf da Reibn als wia dahoam. Da Fridl, der roast
vom Rasenmäherbulldog oba und ins Müllhäusl eine. Und wehe, do is´s wieda ned sauba
drin und de Säck wieda hervorn higschmissn. Da hat scho mancha vo de Köchaln Ärger
kriagt mit eahm und des zu Recht. De kanndn sich nämlich leichta bucka wia er mit seine
über Siewazg Jahr. Und d´Hedwig, des is meistens zum Kinda aufmerka einteilt, des kann
sie einfach super. Und seit neuestem muaß a no auf´d Mieze aufpassn; de hoißt bei ihr
aber nur „der Katzendrack“.
Also, ihr macht´s des wirklich guad, a recht herzlich´s Dankschön dafür.
Aber jetzt seg i no oi, de dadn si ja ganz staad halten, das i sie überseng dad. Naa, naa,
des kinnt´s glei vogessn. Da Senior-Chef und d´Senior-Chefin, da sitzn´s. So einträchtig
nebeneinand, a so wia ma´s gwohnt is; weil wo er is, da is sie ned weit. Da Senior-Chef
hod scho wirkli vui um d´Ohrn mit dem großn Betrieb. Kaum is er im Büro bei da Steuer
macha, scho fallt da Strom aus und er muaß Gäste vom Fahrstuhl aussa hoin und dann
geht no d´Hackschnitzelheizung aus. D´Leid brauchen a warms Wasser zum Duschen
und schon saust er ume in Heizraum. Kurz drauf kimmt er ganz schwarz in seim normal
weißn Kochgwanda und schon geht´s in da Küch weida mit dem A la carte-Essen kocha,
für d´Leit, de grod kemma sand. Ja do is´s koa Wunder, dass er sich gfreit, wenn er amoi aufs
Kanapee hikimmt und d´Fiaß a weng aufd Höh´ legn kann.
Und d´Seniorchefin is an ganzn Tag am renna. Von da Küch ins Büro und wieda zruck;
ihra Lieblingsgang is aber a in Waschraum owe; i woaß ned, is´s da wirklich so sche untn?
Na, Spaß beiseite, Sie rennt und macht an ganzn Tag, dass ihr bestimmt abens d´Fiaß
gscheid weh dand. Und des Telefon, des läut und läut, und Sie is einfach oft de erste
Ansprechpartnerin für´d Gäste.
Ja, wer is denn da no? Da Junior-Chef und d´Susanne. Es habt´s mir no gfehlt, über
euch woaß i a no a bißl wos.
Da Junior-Chef, des is a Allrounder, vormittags am Computer wegen dem Ränking oder
wia des wieder heißt in dera Computersprache. Da muaß er scho wichtige Sachen
macha, dass einfach a Gäste kemman; weil was sollt´s ihr mit am Hotel ohne Leid?
Dann nachn Mittag muaß er spätestens schaun, wos in der Küch so los is und meistens
muaß er hoid selba mit anpacka. Abends, wenn d´Essn endlich draussn san, dann
geht´s für eahm sofort weida in da Hotelbar zum Cocktailmixen, des kann er nämlich a no.
Wenn wieder ebs osteht, dann verbringt er seine Nächte no mit Bauplan zeichnen
oder Hotelprospekt gestalten.
Ja do is des scho erlaubt, dass er in der Früh ned der allererste is; weil irgendwann
muaß ma ja a amoi schlafa.
Und d´Susanne, de schaut trotz ihre 2 Kinder, wo´s gebraucht wird. De Wellness-
Abteilung hat´s ganz übernomma, mit dem Einteilen und so. Des kost´ ihr manchmal scho
ganz schee Nerven, zum Beispiel wenn a Gast a Behandlung, de mitten unterm Tag
geplant is, absagt oder sich oane von de Kolleginnen oben krank meldt. Aber bis jetzt
is alles trotzdem immer sche umeganga.
Und a bsonderne Freid hat´s auf d´Nacht, wenn´s in der Bar is und kann ihren
Prosecco-Aperol dringa, der schmeckt ihr scho bsonders guat.
Jetzt glaub´ i, hab i aber alle. I wui euch jetzt nimma lang aufhalten, aber oans möcht i
euch zum Schluß no mitgebm für des nächste Jahr: ihr seid´s a Team und ihr werd´s no
a besseres sei, wenn ihr guat zamhalts und aufeinander a weng Rücksicht nehmts.
Seid´s offen zueinand, hört´s zua und respektiert´s euch gegenseitig. Ihr, des do arbeits,
engagiert´s euch für´n Betrieb und setzt´s euch ei dafür. Ihr Chefs, nehmt´s eure
Leut wichtig und laßt´s ear des a manchmal spürn.
So, und jetzt muaß i dann weida, weil es gibt no einige, de auf mi heut no wartn.
Bevor i aber geh, hab´ i für jeden no a Kloanigkeit dabei. Susanne, kimm amoi zu
mir und hilf mir austeilen: (Geschenke verteilen)
Pfiat Gott, liabe Leut, bis zum nächsten Jahr!

