Diese winterharte und anpassungsfähige Staude finden wir in allen Klimazonen Europas überwiegend auf trockenen Wiesen und Wegrändern.

Ihren deutschen Namen hat die Schafgarbe vermutlich, aufgrund ihrer weißen Körbchenblüten, die aus der Entfernung betrachtet wie Schäfchen wirken mögen.
Bereits in den griechischen Mythen und Sagen wird die Achillea-Art als „Blut-„ oder „Wundkraut“ bezeichnet, da sie seit jeher vorallem als blutstillende und wundheilende Pflanze genutzt wurde.
Die bis zu 60 cm hoch werdende Wiesenstaude enthält viele verschiedene Bitterstoffe, Spuren von Chamazulen, Zineol und Kampfer. Je nach Verwendung der einzelnen Pflanzenteile kann sogar bis zu 40 % Azulen (hautberuhigendes und entzündungshemmendes Öl) enthalten sein. Daher auch ihr charakteristischer würzig-aromatischer bis pfeffriger Geruch, der beim Zerreiben der Blätter seine volle Wirkung entfaltet.
Die Schafgarbe findet heute Ihre Anwendungsgebiete besonders bei Magen-Darm-Beschwerden, Durchfällen und Krämpfen. Außerdem regt sie den Gallefluß an, unterstützt also die Verdauung von Fetten und hilft bei Appetitlosigkeit.
Bei Regelbeschwerden oder blutenden Hämorrhoiden empfehlen alte Heilkräutersammlungen, Sitzbäder mit gut durchgezogenem Schafgarbensud.
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